Irak : Sicherheit unter irakischem Kommando

Der neue Sicherheitsplan für den Irak soll unter dem Kommando der irakischen Sicherheitskräfte umgesetzt werden. Die multinationalen Streitkräfte hätten nur unterstützende Funktion.

Bagdad - "Dieser Plan ist 100 Prozent irakisch, erstmalig steht eine derart große Operation unter irakischem Kommando", sagte der irakische Ministerpräsident vor dem Parlament in Bagdad. "Die Rolle der multinationalen Truppen wird es sein, die irakischen Einheiten zu unterstützen", fügte er hinzu. Der von Al- Maliki vorgelegte neue Sicherheitsplan, der theoretisch die Entwaffnung aller Aufständischen und Milizen vorsieht, soll im Februar umgesetzt werden.

Die US-Botschaft in Bagdad bestätigte am Donnerstag einen Angriff irakischer Aufständischer vom vergangenen Dienstag, bei dem fünf Leibwächter der Botschaft getötet worden waren. Die Amerikaner hätten für die US-Sicherheitsfirma Blackwater gearbeitet, erklärte Botschafter Zalmay Khalilzad. Sie hätten zum Zeitpunkt des Angriffs in Ost-Bagdad zwei Mitarbeiter der Botschaft geschützt, die sich dort zu Gesprächen aufgehalten hätten. Nach Angaben der Botschaft wurde einer der Leibwächter in einem Hubschrauber erschossen. In einem zweiten Helikopter starben vier weitere Blackwater-Mitarbeiter, als die Aufständischen den Hubschrauber mit heftigem Feuer belegten und zum Absturz brachten. Zu dem Angriff haben sich gleich zwei sunnitische Extremisten-Gruppen bekannt: Die Islamische Armee im Irak und Ansar al-Sunna.

Bei einer Explosion auf dem Al-Schurdscha-Markt in Bagdad kamen am Donnerstag nach Polizeiangaben vier Iraker ums Leben, 20 weitere wurden verletzt. Die Extremisten hatten die Bombe auf einem geparkten Motorrad angebracht. Der Markt war schon mehrfach Schauplatz von Terroranschlägen. (tso/dpa)

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