Irak : Terroranschlag vor Kinderklinik

Bei einem Selbstmordanschlag vor einem Kinderkrankenhaus im irakischen Hilla sind mindestens 26 Menschen ums Leben gekommen. 69 weitere Personen wurden verletzt. Die Opfer des Terrorakts waren hauptsächlich Frauen und Kinder.

Hilla/BagdadBei einem Selbstmordanschlag vor einem Kinderkrankenhaus im irakischen Hilla sind mindestens 26 Menschen getötet worden. Mehr als 69 weitere, hauptsächlich Frauen und Kinder, wurden nach Angaben der örtlichen Polizei verletzt. Der Chefchirurg des Krankenhauses beschrieb den Zustand von 25 der Verletzten als kritisch. Die Opfer wiesen schwere Verbrennungen auf. In Bagdad kamen die Botschafter der USA und des Iran zu Gesprächen über die Sicherheitslage im Irak zusammen.

Der Attentäter jagte sich den Angaben zufolge mit seinem Fahrzeug gegenüber dem Krankenhaus in die Luft. Hilla, das 120 Kilometer südlich von Bagdad liegt, wird überwiegend von Schiiten bewohnt. Zunächst war nicht bekannt, wer hinter dem Anschlag steckte. In der Vergangenheit waren ähnliche Angriffe sunnitischen Aufständischen zugeschrieben worden, die zum Teil dem Terrornetzwerk Al Qaida nahe stehen sollen.

USA und Iran: Treffen in Bagdad

Wenige Stunden nach dem Attentat trafen sich die Botschafter der USA und des Iran, Ryan Crocker und Hassan Kasemi Komi, im Büro von Ministerpräsident Nuri al Maliki in der stark gesicherten "Grünen Zone" von Bagdad. In dem Gespräch sollte es vor allem darum gehen, wie Stabilität und Sicherheit im Irak wiederherstellt werden können.

Es handelt sich um eine Fortsetzung der Gespräche vom 28. Mai. Damals hatten Washington und Teheran erstmals seit dem Bruch ihrer diplomatischen Beziehungen im Jahr 1980 wieder offiziell miteinander gesprochen - allerdings ohne größere Fortschritte. Die USA werfen dem Iran vor, Extremistengruppen im Irak zu unterstützen. Der Iran fordert seinerseits den Abzug der US-Truppen aus dem Nachbarland. (mit AFP)

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