Irak : UN-Mission wird um ein Jahr verlängert

Das Votum des Sicherheitsrates für die Unterstützung des krisengeschüttelten Irak fiel einstimmig aus: Die UN-Vertreter werden dort ein weiteres Jahr stationiert sein.

New YorkDer Sicherheitsrat hat die UN-Mission im Irak einstimmig um ein weiteres Jahr verlängert. Der amtierende Ratspräsident Jan Grauls (Belgien) sagte am Donnerstag in New York, die rund 800 Mitarbeiter der Unterstützungsmission Unami spielten eine wichtige Rolle beim Versöhnungsprozess im Land. "Das war ein guter Tag für den Irak. Wir haben das Signal gegeben, dass wir voll hinter der Mission stehen."

Unami war im August 2003 wenige Monate nach dem Einmarsch der USA im Irak eingesetzt worden. Die UN-Vertreter sollen der irakischen Regierung bei der Ankurbelung des politischen Dialogs und beim Wiederaufbau des zerstörten Landes helfen. Die USA hatten wegen ihrer umstrittenen Rolle im Irak die Vereinten Nationen im vergangenen Jahr gedrängt, eine stärkere Verantwortung in dem Land zu übernehmen.

Wenige Tage nach dem Start der Mission kam der Angriff

Der Sicherheitsrat betonte in seiner neuen Resolution, die Sicherheitslage habe sich deutlich stabilisiert. Dennoch müsse alles getan werden, um die Situation durch einen nachhaltigen politischen Dialog weiter zu festigen. Zudem forderte er die Regierung in Bagdad auf, das UN-Personal umfassend zu schützen.

Das Unami-Hauptquartier in Bagdad war 2003 wenige Tage nach dem Start der Mission von einem Selbstmordattentäter angegriffen worden, 22 Menschen starben. Das Personal wurde daraufhin vorübergehend abgezogen, später jedoch wieder aufgestockt. Derzeit gehören der Mission knapp 300 internationale und gut 300 lokale Mitarbeiter sowie gut 200 Soldaten an. (mpr/dpa)

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