Irak : USA setzt wieder umstrittene Söldnerfirma ein

Die Diplomaten der US-Botschaft in Bagdad lassen sich trotz des Protests der irakischen Regierung wieder von den Leibwächtern der Firma Blackwater bewachen. Mitarbeiter der Firma hatten am Wochenende wahllos auf Zivilisten geschossen.

BagdadDas Botschaftspersonal habe Fahrten innerhalb der internationalen Zone in Bagdad wieder aufgenommen, sagte Botschaftssprecherin Mirembe Nantango. "Alle Konvois werden eskortiert", teilte eine Sprecherin der Botschaft mit und bestätigte, die Begleiter seien Blackwater-Wachmänner.

Vertreter des Irak und der USA hatten nach dem Zwischenfall Gespräche über die Situation geführt. Der irakische Regierungschef Nuri al Maliki hatte Washington aufgefordert, den Blackwater-Vertrag zu kündigen und eine andere Firma zu engagieren. Die irakische Regierung hatte die Lizenz der Firma ausgesetzt und die Kündigung des Blackwater-Vertrages verlangt. Wachleute der Firma hatten am vergangenen Sonntag bei einem Zwischenfall in Bagdad Augenzeugen zufolge wahllos um sich geschossen und zehn Menschen getötet, darunter neun Zivilisten.

Die Mitarbeiter der US-Botschaft verlassen sich weitgehend auf private Wachleute. Insgesamt gibt es Experten in Washington zufolge 100.000 zivile Angestellte von Subunternehmern, die den Einsatz der US-Armee im Irak unterstützen. (mit dpa, AFP)

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