Politik : IRAK

Foto: AFP

Das Verhältnis beider Heimatländer der Baath-Bewegung ist seit Jahrzehnten gespannt. So unterstützte Syriens Langzeit-Diktator Hafez al Assad als einziger arabischer Herrscher den Iran im ersten Golfkrieg 1980 bis 1988 gegen den Angreifer Saddam Hussein. Nach dem Sturz des irakischen Despoten 2003 tat Syrien wenig, um zur Stabilisierung der Lage in Mesopotamien beizutragen. Der Flughafen von Damaskus entwickelte sich zu einer Drehscheibe für internationale Gotteskrieger, die von Schmugglern über die grüne Grenze in den Irak gebracht wurden. Mehrmals kam es zu heftigen Wortwechseln zwischen Bagdad und Damaskus. Iraks Regierungschef Nuri al Maliki verdächtigte Syrien offen, hinter Mega-Bombenanschlägen auf zahlreiche Ministerien zu stecken. Inzwischen hat der Irak mit dem Bau eines 1300 Kilometer langen Grenzzauns zu Syrien begonnen. Aus der Sicht von Damaskus wiederum tut die irakische Regierung zu wenig, um die Hunderttausenden von Flüchtlingen zurück in ihre Heimat zu holen.

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