Irakische Regierung : Kurden und Schiiten bilden neue Allianz

Im Bemühen um die Rettung der irakischen Einheitsregierung haben sich Schiiten und Kurden auf eine gemeinsame Strategie einigen können. Die Sunniten blieben der Debatte der Parteiführer allerdings fern.

Bagdad"Die Unterzeichnung dieser Vereinbarung wird bei der Lösung vieler Probleme in der derzeitigen Krise helfen und andere ermutigen, sich uns anzuschließen", sagte Staatspräsident Dschalal Talabani bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Ministerpräsident Nuri al Maliki. Ungeachtet der jüngsten verheerenden Anschläge im Irak kam es allerdings nicht zu einer Einigung aller zerstrittenen Parteien. Die Gespräche wurden von dem sunnitischen Vizepräsidenten Tarik al Haschemi und seiner Nationalen Einheitsfront boykottiert. Malikis Regierung ist wegen des Rückzugs mehrerer sunnitischer Minister nahezu handlungsunfähig.

Der Kurde Talabani bezeichnete die mit dem Schiiten Maliki unterzeichnete Vereinbarung als "patriotischen Vertrag". Dieser sei nicht im Interesse der Unterzeichner, "sondern des irakischen Volkes, der Regierung der nationalen Einheit und des Einzugs der Demokratie im Irak". Der Allianz haben sich Malikis Dawa-Partei, Talabanis Patriotische Union Kurdistans (PUK), Massud Barsanis Demokratische Partei Kurdistans (DPK) und der Oberste Irakische Islamrat von Vizepräsident Adel Abdel Mehdi angeschlossen. (mit AFP)

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