Irakkrieg : Dänemark zieht Soldaten aus dem Irak ab

Nach vier Jahren ist Schluss: Obwohl sie ein enger Verbündeter der USA ist, orderte die dänische Regierung fast alle ihre Soldaten aus dem Irak zurück. Sieben Dänen kamen bei dem Einsatz um, er kostete fast 300 Millionen Euro.

KopenhagenVier Jahre nach dem Beginn der US-geführten Invasion hat das 450 Soldaten umfassende dänische Bataillon den Irak wieder verlassen. Die meisten der am Einsatz beteiligten dänischen Soldaten befinden sich schon wieder in ihrer Heimat; die übrigen sind zunächst noch in Kuwait.

Dänemark, ein treuer Alliierter der USA, hatte seit 2003 im südirakischen Basra ein Bataillon unter britischen Kommando stationiert gehabt. Im Februar kündigte Ministerpräsident Anders Fogh Rasmussen den Abzug dieser Truppen an. Rasmussen entsandte allerdings eine kleinere Einheit mit vier Fennec-Hubschraubern und etwa 50 Soldaten in den Irak. Diese soll noch bis zum Jahresende irakische und britische Truppen bei der Luftaufklärung unterstützen.

Seit der Aufstellung des dänischen Bataillons im Sommer 2003 wurden im Irak sieben dänische Soldaten getötet. Dänemarks Beteiligung am Irakkonflikt kostete allein bis Ende 2006 mehr als zwei Milliarden dänische Kronen (gut 278 Millionen Euro). (mit AFP)

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