Iran : Ahmadinedschad: Industrieländer sollten "wahren Ölpreis" bezahlen

Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat sich am Freitag zufrieden über die derzeitigen Rekordpreise für Erdöl geäußert. Die reichen Industrieländer, die Milliarden Dollar an Einkommen hätten, müssten "den wahren Ölpreis bezahlen", sagte Ahmadinedschad.

Teheran - Nach Angaben der Nachrichtenagentur Mehr forderte er das Land jedoch auf, sich nicht nur auf die Einnahmen durch Öl zu verlassen und auch an anderen Quellen zu arbeiten.

Über das Öl- und das Außenministerien versuche Iran, die ärmeren Länder vor einem weiterem Ölpreisanstieg zu schützen, erklärte Ahmadinedschad. Auch der iranische Ölminister Kasem Wasiri-Hamaneh zeigte sich erfreut über die hohen Ölpreise und sprach sich gegen eine Änderung der OPEC-Fördermenge aus. Derzeit fördern die elf Mitgliedsländer der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) pro Tag rund 28 Millionen Barrel Öl. Iran ist der weltweit viertgrößte Öl-Lieferant.

Der iranische Ölminister warnte gleichzeitig vor Konsequenzen eines weiteren Preisanstiegs, insbesondere Inflation und steigenden Produktionskosten. Teheran hatte den Westen mehrmals gewarnt, dass eine Eskalation im Atomstreit eine internationale Energiekrise verursachen und einen Ölpreis von über 100 Dollar pro Barrel unausweichlich machen könnte. (tso/dpa)

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