Politik : „Iran kommt nur schleppend voran“

Berlin - Der Iran kommt nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEO) nur sehr schleppend beim Aufbau seines umstrittenen Urananreicherungsprogramms voran. „Das Tempo ist nicht sehr hoch“, sagte IAEO-Generalsekretär Mohammed al Baradei am Donnerstag nach einem Treffen mit Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) in Berlin. Die IAEO habe einen guten Überblick über die Lage im Iran.

Al Baradei sprach von einer „Renaissance“ der Atomenergie angesichts knapper werdender Ressourcen, dem Streben nach Unabhängigkeit der Energieversorgung und der Furcht vor Klimawandel. Es müsse sichergestellt werden, dass alle Staaten, die das wünschten, Zugang zur Nukleartechnologie hätten, forderte er. Die Bundesregierung setzt sich für eine internationale Kontrolle der sensiblen Anreicherungstechnologie ein. Steinmeier sagte, er sei für eine „Multilateralisierung des Brennstoffkreislaufes“. Damit sei gemeint, dass man an einem sicheren Ort auf extraterritorialem Gebiet die Möglichkeit zur Anreicherung von Uran schafft, sagte Steinmeier. So würde verhindert, dass sich einzelne Staaten selbst um die Anreicherungstechnologie bemühen müssten. Al Baradei sagte, es lägen zwölf Lösungsvorschläge auf dem Tisch. dpa/AFP

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