Politik : Iran nennt EU-Angebote unzureichend

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Teheran Iran reichen die von der EU vorgeschlagenen Anreize zum Verzicht auf sein Atomprogramm offenbar nicht aus. Eine Mitgliedschaft in der Welthandelsorganisation (WTO) etwa sei kein Gunsterweis der USA oder Europas. Das erklärte Außenamts-Sprecher Hamid Resa Assefi am Sonntag auf einer Pressekonferenz in Teheran. „Wir kennen sehr wohl den Unterschied zwischen Gunst und legitimem Recht“, sagte Assefi. „Der Beitritt zur WTO ist das Recht eines jeden Staates und sollte nicht als ein Iran gewährter Vorteil gesehen werden.“ Irans Chefunterhändler in der Atomfrage, Hassan Ruhani, hatte am Samstag erklärt, eine WTO-Mitgliedschaft oder der Verkauf von Airbussen an Iran wären „nur ein kleiner Teil“ eines Abkommens mit Deutschland, Frankreich und Großbritannien, die für die EU verhandeln.

Iran will nicht der Forderung der EU nachgeben, sein Uran-Anreicherungsprogramm aufzugeben. Die Europäer dringen daher auf Garantien für eine ausschließlich friedliche Nutzung der Kernenergie. Die nächste Gesprächsrunde mit den drei EU-Staaten ist für den 9.und 10. März vorgesehen. dpa

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