Iran : Verurteilter deutscher Angler bleibt in Haft

Der im Iran inhaftierte deutsche Hochseeangler Donald Klein und der französische Angeltour-Veranstalter Stéphane Lherbier werden weiter nicht auf freien Fuß kommen.

Teheran - Der von Klein und Lherbier gestellte Antrag auf Haftverschonung sei in erster Linie abgewiesen worden, weil die gegen sie verhängte Haftstrafe von 18 Monaten bereits ein "mildes" Urteil sei, sagte Justizminister Dschamal Karimi-Rad. Die Bedingungen für eine Bewährungsstrafe, im Land zu bleiben und sich regelmäßig bei den Behörden zu melden, könnten Ausländern nicht auferlegt werden. Daher sei der Antrag abgewiesen worden. Dies bedeute aber nicht, dass die beiden Männer keinen neuen Antrag stellen könnten.

Klein und sein in den Vereinigten Arabischen Emiraten ansässiger Skipper Lherbier waren im November 2005 im Persischen Golf nahe der Insel Abu Mussa wegen der Verletzung iranischer Hoheitsgewässer festgenommen worden. Das Gebiet wird allerdings auch von den Emiraten beansprucht. Ein Berufungsgericht in der südiranischen Provinz Hormosgan wies den Antrag auf Haftverschonung ab. Deutschland und Frankreich haben mehrfach die Freilassung der Männer gefordert. (tso/AFP)

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