Politik : Iran weist Kritik an Vorgehen bei Präsidentschaftswahl zurück

Teheran - Die iranische Regierung hat Kritik der USA und Frankreichs an der Vorauswahl der Kandidaten für die Präsidentschaftswahl im Juni zurückgewiesen. Außenminister Ali Akbar Salehi sagte Medienberichten vom Sonntag zufolge, der Iran sei „überaus sensibel“ gegenüber Einmischungen in seine inneren Angelegenheiten. Außenamtssprecher Abbas Araktschi sagte, die Wahlen im Iran seien „frei und transparent“ und entsprächen den nationalen „Gesetzen und Regelungen“. Der Wächterrat hatte am Dienstag bekannt gegeben, dass von den 686 Bewerbern für die Präsidentenwahl nur acht männliche Kandidaten zugelassen worden seien.

US-Außenminister John Kerry äußerte scharfe Kritik daran, dass „Hunderte von potenziellen Kandidaten auf Grundlage unklarer Kriterien“ von einem nicht gewählten Gremium ausgeschlossen wurden. „Der Mangel an Transparenz macht es sehr unwahrscheinlich, dass die Kandidatenliste einerseits den breiten Willen des iranischen Volkes repräsentiert und andererseits einen Wandel darstellt.“

Bei der Wahl am 14. Juni wird ein Nachfolger von Mahmud Ahmadinedschad gewählt, der nach zwei Amtszeiten nicht mehr antreten darf. Unter den zugelassenen sind fünf Ultrakonservative, zwei als gemäßigt Geltende und ein Reformer. Expräsident Akbar Haschemi Rafsandschani und der Ahmadinedschad-Vertraute Esfandiar Rahim Maschaie wurden ausgeschlossen. Beobachter sehen darin einen Versuch des Geistlichen Oberhaupts Ayatollah Ali Chamenei, einen ihm genehmen erzkonservativen Bewerber ins Präsidentenamt zu bringen. AFP

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