Politik : Irans neuer Chefunterhändler mit der EU

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Aus seiner ablehnenden Haltung gegenüber den Atomgesprächen mit der EU hat der ultrakonservative Ali Laridschani nie ein Hehl gemacht. Nun wird er Nachfolger des moderaten Hassan Ruhani und als neuer Sekretär des Nationalen Sicherheitsrates und Chefunterhändler mit den Europäern verhandeln. Die bisherigen EUVorschläge zur Lösung des Atomstreits nennt Laridschani „lächerlich“, das Atomprogramm „ein Symbol der Würde des iranischen Volkes“. Dessen Ende komme für ihn nicht in Frage. Der promovierte Philosoph wurde 1957 in Teheran geboren und machte zunächst einen Abschluss in Mathematik und Computerwissenschaften. Unter Präsident Akbar Haschemi Rafsandschani war er Kulturminister. 1994 wurde er vom obersten Führer Irans, Ajatollah Ali Chamenei, zum Chef des staatlichen Fernsehens Irib ernannt. Unter seiner Leitung entwickelte sich der Sender zum Sprachrohr der damaligen konservativen Opposition gegen die Reformpolitik des früheren Präsidenten Chatami. Laridschani sieht in jeglicher Reformbewegung eine Unterminierung islamischer Werte. dpa

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