Politik : Irans Präsident verspottet UN-Resolution

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New York/Teheran - Nach dem UN-Beschluss über Sanktionen gegen den Iran hat der künftige Generalsekretär der Vereinten Nationen, Ban Ki Moon, die iranische Führung aufgefordert, mit den europäischen Verhandlungsführern Deutschland, Frankreich und Großbritannien zu reden. China verlangte eine „friedliche Lösung“ für das Atomprogramm. Washington sprach sich für härtere Sanktionen aus. Der Iran kündigte an, sein Atomprogramm zu beschleunigen.

Die fünf Vetomächte des Sicherheitsrates – Frankreich, Großbritannien, China, Russland und die USA – und Deutschland hatten von der Islamischen Republik verlangt, dass sie ihr Atomprogramm aufgibt. China und Russland hatten bei den Verhandlungen immer wieder Änderungen durchgesetzt und erreicht, dass der ursprüngliche Entschließungsentwurf erheblich abgeschwächt wurde.

Die USA forderten alle Länder auf, die Sanktionen gegen den Iran „sofort“ umzusetzen. Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad will indessen am Atomprogramm festhalten. Der Westen müsse sich daran gewöhnen, dass der Iran eine Atommacht sei, sagte Ahmadinedschad in Teheran. Es sei auch im Interesse des Westens, sich mit dem Iran zu arrangieren. Die UN-Resolution vom Samstag bezeichnete Ahmadinedschad als „Schnipsel Papier“, mit dem der Westen die Einheit des iranischen Volkes untergraben wolle. Der Iran fühlt sich nach der Resolution nicht mehr zur vollen Zusammenarbeit mit der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEO) verpflichtet. AFP

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