Politik : Irans Präsident will Verhältnis zu EU erneuern

Teheran - Der iranische Präsident Hassan Ruhani strebt ein besseres Verhältnis des Iran zur Europäischen Union an. Das teilte er nach Angaben der Nachrichtenagentur Isna am Montag dem Präsidenten des Europäischen Parlaments, Martin Schulz, in einem Schreiben mit. „Eines der Hauptziele der neuen iranischen Außenpolitik ist es, Missverständnissen ein Ende zu setzen und über ein besseres Verständnis eine neue politische Ära zu beginnen“, heißt es der Agentur zufolge in dem Brief. Schulz hatte Ruhani zum Sieg bei der Präsidentenwahl im Juni gratuliert. Ruhani hatte zuvor bereits erklärt, für den Atomstreit mit dem Westen könne eine schnelle Lösung gefunden werden. Der Westen verdächtigt den Iran, unter dem Deckmantel der zivilen Nutzung der Atomenergie an Nuklearwaffen zu arbeiten. Teheran bestreitet das, arbeitet bislang aber nicht ausreichend mit den Inspektoren der internationalen Atomenergieorganisation (IAEO) zusammen. Diese fordern vom Iran unter anderem Zugang zu Anlagen, Dokumenten und Experten. Die nächste Gesprächsrunde ist Ende des laufenden Monats in Wien geplant. Am Montag drängte die IAEO den Iran erneut zu schnellen Ergebnissen bei den Verhandlungen. Angesichts der glaubhaften Informationen über eine mögliche militärische Dimension des Atomprogramms sei es „wesentlich und dringend, dass sich der Iran eingehend mit unseren Bedenken beschäftigt“, sagte IAEO-Chef Yukiya Amano zum Auftakt der Sitzung des Gouverneursrats am Montag in Wien. dpa

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