Politik : Islamist Breininger: Deutschland muss mit Anschlägen rechnen

Berlin/Washington - Der von den Sicherheitsbehörden per Öffentlichkeitsfahndung gesuchte deutsche Islamist Eric Breininger hat in einem Internetvideo bestritten, einen Anschlag in der Bundesrepublik zu planen. „Ich befinde mich in Afghanistan und plane persönlich keinen Anschlag in der Bundesrepublik Deutschland“, sagte Breininger in einer am Dienstag vom Washingtoner Site-Institut im Internet identifizierten Videobotschaft. Allerdings habe Deutschland „mit Anschlägen zu rechnen“. Das Institut ist auf die Beobachtung islamistischer Websites spezialisiert. Eine Sprecherin des Bundeskriminalamtes bestätigte die Existenz des Videos.

Die Gefahr komme „von den Deutschen selber, die ihre Soldaten in Afghanistan und Usbekistan stationieren“, sagte Breininger, der unter dem islamischen Namen Abdul Gaffar el Almani auftritt. Zöge die Bundeswehr ab, würde sich das Risiko verringern, sagte Breiniger. Es werde so lange gekämpft, bis wieder die Gesetze Allahs herrschten. „Das deutsche Volk muss sich an seine eigene Regierung wenden, wenn sie in Deutschland von Angriffen von Muslimen verschont bleiben wollen“, sagte er in dem sechsminütigen Video. Es sei von der „Politik verblendet“. Weiter sagte er: „Wir werden also so lange Krieg gegen diese Besatzungsmächte führen, bis unsere Länder wieder zurückerobert sind und es wieder nach den Gesetzen Allahs geherrscht wird.“

Breininger nimmt auch Bezug auf die Festnahme zweier Terrorverdächtiger vor vier Wochen am Kölner Flughafen. Sie wurden jedoch wieder freigelassen, weil die Indizien nicht stark genug waren. Demnach kann das Video nicht älter als vier Wochen sein. Es wurde am Dienstag ursprünglich von der Islamischen Dschihad-Union auf deren Website veröffentlicht, berichtete Site. Bereits aus einem früheren Video Breiningers war hervorgegangen, dass er sich dieser Terrororganisation angeschlossen hat. AFP

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