Politik : Islamistenprediger in Pakistan will freies Geleit bei Aufgabe

Islamabad - Nach mehr als zwei Tagen Belagerung der Roten Moschee in Pakistan durch Sicherheitskräfte hat der in der Moschee mit seinen Schülern verschanzte radikale Islamisten-Prediger angeboten, gegen freies Geleit aufzugeben. „Diejenigen, die aufgeben, sollten nicht verhaftet werden“, sagte Abdul Rashid Ghazi dem Sender Aaj während einer Feuerpause am Donnerstagabend. Die Regierung lehnte das Angebot ab und forderte erneut eine bedingungslose Kapitulation.

Mit dem Prediger harren noch mehrere hundert teilweise bewaffnete Koranschülerinnen und -schüler in der Moschee aus. Die Sicherheitskräfte attackieren den Moschee-Komplex heftig, ohne ihn bisher zu stürmen. In einer Feuerpause ließen die Sicherheitskräfte am Abend Krankenwagen passieren, um Tote und Verletzte abzutransportieren. Mindestens 16 Menschen wurden in dem Konflikt getötet.

Der Leiter der Moschee, Abdul Aziz, war am Tag zuvor bei einem Fluchtversuch festgenommen worden. Sein Bruder Abdul Rshid Ghazi hatte sich weiter in der Moschee verschanzt. Aziz sagte in einem TV-Interview, er habe seine Anhänger zur Aufgabe aufgerufen und gesagt, sie sollten nicht ihr Leben für ihn opfern. Etwa 50 Islamisten verließen das Gebäude am Donnerstag. Am Mittwochabend hatten sich rund 1200 Koranschüler ergeben. AFP

» Gratis: Tagesspiegel + E-Magazin "Wahl 2017"

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben