Politik : Israel blockiert Rückkehr Hanijas in den Gazastreifen

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Rafah - Im Konflikt um die von Israel verweigerte Rückkehr des palästinensischen Regierungschefs Ismail Hanija mit Dutzenden Millionen Dollar in den Gazastreifen ist am Donnerstagabend ein Kompromiss erzielt worden. Wie von ägyptischer Seite am Übergang Rafah verlautete, sollte die auf Drängen Israels geschlossene Passage wieder geöffnet und Hanija die Einreise erlaubt werden – allerdings ohne die bei seiner Auslandsreise gesammelten Spendengelder. Diese sollten gemäß der Einigung zwischen Ägypten und Israel in einer ägyptischen Bank deponiert und auf das Konto der Palästinensischen Autonomiebehörde bei der Arabischen Liga überwiesen werden. Den Angaben zufolge handelte der ägyptische Geheimdienstchef Omar Suleiman den Kompromiss mit israelischen Vertretern aus.

Zuvor hatten hunderte bewaffnete Hamas-Kämpfer den Übergang Rafah zwischen dem Gazastreifen und Ägypten besetzt. Sie reagierten damit auf die Schließung des Übergangs durch Israel und die Weigerung, Hanija in den Gazastreifen zurückkehren zu lassen. Zeugen berichteten, die an dem Übergang stationierten EU-Beobachter hätten Schutz „in einer Ecke“ gesucht. Nach Angaben von Maria Telleria, Sprecherin der EU-Beobachter, wurden diese in Sicherheit gebracht. Den Zeugenberichten zufolge gaben die Mitglieder der palästinensischen Präsidentengarde am Grenzübergang Warnschüsse in die Luft ab. AFP

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