Politik : Israel erleichtert Palästinensern Grenzübertritt

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Tel Aviv - Als Geste des guten Willens hat Israel am Montag mit der Umsetzung von Reiseerleichterungen für Palästinenser im Westjordanland begonnen. Kontrollen an Militärsperren sollten beschleunigt und der Warenverkehr erleichtert werden, sagte eine Militärsprecherin in Tel Aviv. Die Armee habe jedoch noch nicht mit dem versprochenen Abbau von Militärsperren begonnen.

Demnach können Geschäftsleute ab sofort leichter nach Israel einreisen. An den Sperren soll weniger streng und schneller kontrolliert werden, das Reisen zwischen palästinensischen Dörfern und Städten soll erleichtert werden. Weitere Erleichterungen sollen stufenweise folgen. Premier Ehud Olmert hatte Palästinenserpräsident Mahmud Abbas vor gut einer Woche den Abbau von knapp 60 Militärsperren im Westjordanland zugesagt.

Israelische Medien berichteten hinsichtlich eines möglichen Häftlingsaustauschs, Olmert habe die Forderungen der Hamas während interner Beratungen als übertrieben bezeichnet. Hamas will die Freilassung von 1400 Häftlingen im Gegenzug für den vor einem halben Jahr verschleppten israelischen Soldaten Gilad Schalit. Weiter hieß es, der palästinensische Premier Ismail Hanija (Hamas) werfe Israel vor, auf Zeit zu spielen. Zuvor hatte ein Sprecher des militärischen Hamas-Arms gesagt, es gebe Hoffnung auf einen raschen Austausch. Schalit war am 25. Juni von Hamas in den Gazastreifen entführt worden. Die palästinensische Nachrichtenagentur Ramattan hatte am Sonntag von einem Vierstufenplan für den Austausch berichtet, der am Donnerstag bei einem Treffen von Olmert mit Ägyptens Präsidenten Husni Mubarak angekündigt werden solle. dpa

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