Israel : Keine Öffnung der Grenzübergänge nach Gaza

Wegen der schlechten humanitären Lage im Gazastreifen, wollte Israel ab Mittwoch drei Grenzübergänge für Hilfsgüter öffnen. Nach erneuten Raketenangriffen aus dem Grenzgebiet blieb die Grenze jedoch geschlossen.

JerusalemAngesichts neuer Raketenangriffe aus dem Gazastreifen hat Israel am Mittwoch die geplante Öffnung der Grenzen für Hilfslieferungen wieder abgesagt. Ein israelischer Militärsprecher sagte am Morgen, die Grenzen sollten wegen der Angriffe geschlossen bleiben. Seit den frühen Morgenstunden seien mindestens zwölf Kassam-Raketen und Mörsergranaten im israelischen Grenzgebiet eingeschlagen. Auch die Küstenstadt Aschkelon sei von den Angriffen militanter Palästinenser betroffen.

Israel hatte geplant, am Mittwochmorgen drei Übergänge zum Gazastreifen für Hilfslieferungen zu öffnen. Der israelische Verteidigungsminister Ehud Barak stimmte einer teilweisen Öffnung der Grenzübergänge zum Gazastreifen zu. Nach israelischen Medienberichten entsprach Barak damit dem Drängen der internationalen Gemeinschaft, die sich besorgt über die humanitäre Lage in dem von der radikal-islamischen Hamas beherrschten Gazastreifen äußerte.

Aus humanitären Gründen sollten Lastwagen mit Hilfslieferungen, Grundnahrungsmitteln, Medizin, Treibstoff und Gas zum Kochen die Grenze passieren dürfen. Bei Beschuss mit Raketen oder Granaten vom Gazastreifen aus, drohte der israelische Regierungskoordinator Amos Guilad schon vorab mit einer sofortigen Schließung der Übergänge, die jetzt gar nicht erst geöffnet wurden.

Nach Angaben der israelischen Armee waren zuvor erneut fünf Raketen und eine Granate auf israelisches Gebiet abgefeuert worden. Unterdessen schossen israelische Soldaten auf drei Palästinenser, die versuchten, an der nördlichen Sperranlage zu Israel Sprengsätze zu verstecken. Die Männer seien getroffen worden, sagte ein Militärsprecher. Unklar sei jedoch, ob sie getötet worden seien. (jr/jg/dpa/AFP)

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