Israel : Merkel sichert Olmert volle Unterstützung zu

"Die Zeit drängt", sagte die Bundeskanzlerin ihrem Gast aus Israel im Kanzleramt. Die Chancen für eine Lösung des Konflikts mit den Palästinensern müssen jetzt genutzt werden. Israel wird den Kampf gegen den Terror energisch fortsetzen, antwortete Olmert.

Olmert und Merkel
Angela Merkel und Ehud Olmert in Berlin. -Foto: dpa

Berlin"Wir unterstützen die Bemühungen für eine Zwei-Staaten-Lösung", betonte Merkel. Dafür wird Berlin auch seine Kontakte zu den Palästinensern nutzen. Außerdem hat Deutschland angeboten, eine Konferenz zur Verbesserung der Fähigkeiten der palästinensischen Sicherheitskräfte abzuhalten. Israels Ministerpräsident Ehud Olmert betonte, dass Israel die Verhandlungen mit den Palästinensern weiterführen will, "um eine Grundlage der Hoffnung zu schaffen". Sein Land werde den Kampf gegen den Terror energisch fortsetzen und gleichzeitig "verhindern, dass der Friedensprozess an Tempo verliert". Olmert verlangte erneut, dass die Angriffe auf Israel aus den palästinensischen Gebieten eingestellt werden müssen. Israel wird den Terror aus Gaza "auf jede erdenkliche Weise zurückweisen".

Olmert: Iran arbeitet weiter an der Atombombe

Zum Atom-Streit mit Teheran äußerte sich Olmert überzeugt, dass der Iran weiter am Bau einer Atombombe arbeitet. Alle Optionen der Reaktion sind denkbar, sagte er. Merkel bekräftigte ihr Ziel einer diplomatischen Lösung dieses Konflikts. Laut der Bundeskanzlerin gilt weiter die "Doppelstrategie" der internationalen Staatengemeinschaft gegenüber Teheran: Androhung von Sanktionen und Angebote zur Kooperation. "Wir wollen das iranische Volk nicht an den Pranger stellen", sagte Merkel. Die Urananreicherung müsse aber eingestellt werden.

Die Kanzlerin kündigte an, am 17. März "mit einer großen Zahl von Ministern", unter anderen Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD), zu den ersten jährlichen Deutsch-Israelischen Regierungskonsultationen nach Israel zu reisen. In den bilateralen Beziehungen haben der Jugendaustausch und die Wissenschaftskooperation eine sehr große Bedeutung, so Merkel. (kj/dpa/ddp)

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