Politik : Israel: Peres als Präsident vereidigt

Jerusalem - Friedensnobelpreisträger Schimon Peres ist am Sonntag als neuer israelischer Präsident vereidigt worden. Bei einer feierlichen Zeremonie in der Knesset schwor der 83-Jährige den Amtseid und kündigte an, seine Bemühungen um Frieden im Nahen Osten fortzuführen. Peres ist der neunte Präsident Israels und Nachfolger von Mosche Katzav, der wegen der Verstrickung in einen Sex-Skandal sein Amt in den vergangenen Monaten hatte ruhen lassen. „Ein Präsident hat das Recht, eine Vision zu haben. Er muss den Friedensprozess unterstützen für einen Frieden zwischen uns, mit unseren Nachbarn und in der ganzen Region“, sagte Peres bei der Vereidigung. Im Hinblick auf den Konflikt mit den Palästinensern kündigte er eine Erneuerung seiner Idee an, das Jordan-Tal und die Arava-Senke im Süden des Landes zusammen mit den Palästinensern und Jordanien in ein „Tal des Friedens“ zu verwandeln. Israel müsse gastfreundlich gegenüber Juden werden, die nicht aus Israel stammten genauso wie gegenüber Israelis, die keine Juden seien, forderte Peres. Nach einem Bericht der Tageszeitung „Jediot Ahronot“ will Peres im Rahmen eines 100-Tage-Plans dem vorwiegend repräsentativen Präsidentenamt „eine neue Dimension verleihen“. Der 1923 im heutigen Weißrussland geborene Peres war in den vergangenen zwei Jahren Vize-Regierungschef und zuvor zwei Mal Ministerpräsident sowie je drei Mal Außen- und Verteidigungsminister. 1994 erhielt er zusammen mit Jizchak Rabin und Jassir Arafat den Friedensnobelpreis.AFP

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben