• Israelin verlangt von dem österreichischen Rechtspopulisten die Rückgabe seines Landbesitzes

Politik : Israelin verlangt von dem österreichischen Rechtspopulisten die Rückgabe seines Landbesitzes

Eine israelische Staatsbürgerin verlangt laut einem Bericht des österreichischen Radios ORF vom Freitag die Rückgabe des Landbesitzes des österreichischen Rechtspopulisten Jörg Haider. Die 73-jährige Noemi Merhav ist die Tochter eines jüdischen Geschäftsmannes, dem bis 1939 der 16 Quadratkilometer große Besitz im Kärntner Bärental gehört hatte. Er war 1939 im Zuge der "Arisierung" jüdischen Vermögens gezwungen worden, diesen an einen Onkel von Jörg Haider zu verkaufen. Haider, der das Bärental geerbt hat, sagte, er sehe der Klage "gelassen entgegen".

Haider sagte, nach Kriegsende seien die früheren jüdischen Besitzer des Forstbetriebes mit 120 000 Dollar entschädigt worden. Damit seien alle Ansprüche abgegolten worden, sagte Haider in einem ORF-Interview. "Damit ist die Sache auch in Ordnung". Die jetzige Klage sei "einfach aus der politischen Situation heraus geboren, weil in dem grenzenlosen Hass, der von manchen Linken in der Welt geschürt wird, jetzt alles versucht wird", sagte der FPÖ-Chef.

Merhav sagte laut dem Bericht, die wolle überprüfen lassen, ob die Entschädigung zulässig gewesen sei. Diese habe nämlich nur etwa zwei Prozent des tatsächlichen Wertes des Bärentales entsprochen.

Haider wies unterdessen die Kritik der EU an der Regierungsbeteiligung der FPÖ erneut zurück. Die EU-Staaten sollten sich lieber um die Menschenrechtsverletzungen in Tschetschenien oder in der Türkei kümmern, sagte er der türkischen Tageszeitung "Hürriyet". Österreichs neue Außenministerin Benita Ferrero-Waldner sagte im belgischen Rundfunk, Haider sei "kein Hitler", sondern ein "Rechtspopulist".

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