Politik : Istanbul: Drei Tote bei Anschlag

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Eine Selbstmordattentäterin hat sich am Montag im Zentrum der türkischen Metropole Istanbul in die Luft gesprengt und zwei Polizisten mit in den Tod gerissen. Wie der Istanbuler Gouverneur Erol Cakir mitteilte, gehen die Behörden von einem "Angriff auf den Staat" aus. Bei der Detonation der Bombe gab es 21 Verletzte; darunter war auch ein australischer Tourist, der einen Arm verlor. Der Anschlag ereignete sich rund 100 Meter vom deutschen Generalkonsulat in Istanbul entfernt. Die deutsche Botschaft teilte aber mit, es gebe keinen Hinweis darauf, dass die Gewalttat auf die bundesdeutsche Vertretung zielte. Ein türkischer Fernsehsender berichtete, Linksextremisten hätten sich zu dem Anschlag bekannt. Möglicherweise richtete sich die Tat gegen die Haltung der Regierung im Konflikt mit den hungerstreikenden Häftlingen. Die linksextreme Gruppe DHKP-C hatte im Januar einen Selbstmordanschlag in Istanbul verübt, um die Häftlinge zu unterstützen. Bei dem seit fast einem Jahr anhaltenden Hungerstreik sind bisher 33 Menschen gestorben.

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