Politik : Italien: Di Pietro will in Mailand Bürgermeister werden

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Nicht ganz unerwartet hat Antonio Di Pietro, in den frühen Neunzigern Motor der italienischen Korruptionsermittlungen und mittlerweile Mitglied des Senats, seine Kandidatur für die im Frühjahr stattfindende Wahl des Oberbürgermeisters von Mailand angemeldet. An der Spitze einer eigenen Liste namens "Italien der Werte" will der umtriebige Senator die lombardische Metropole erneut zum Zentrum politischer Erneuerung machen. Dazu hat er sich zusätzliche Aufgaben gestellt wie etwa den Schutz von Verbraucherinteressen und Hilfe für Kleinaktionäre gegen das Großkapital.

Für seine Wahlkampagne hat er neben erprobten Alt-68ern wie dem früheren Chef der "Democrazia proletaria", Mario Capanna, auch den Mitbegründer des inzwischen aufgelösten neofaschistischen MSI, Roberto Bigliardi, engagiert. Ansiedeln möchte er seine Bewerbung "zwischen den großen Blöcken von Rechts und Links", denen er politisches Versagen und bloße Machterhaltungsstrategien vorwirft - vor allem den Rechten, die "die persönlichen Interessen Berlusconis vertritt".

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