Italien : Linke verteidigt Rom, Neapel und Turin

Laut Hochrechnungen wird die Links-Allianz von Romano Prodi auch weiterhin die Bürgermeister in Rom, Neapel und Turin stellen. In Mailand zeichnet sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen ab.

Rom - Bei den italienischen Kommunwahlen hat Hochrechnungen zufolge das Mitte-Links-Lager des neuen Ministerpräsidenten Romano Prodi die Bürgermeisterposten in Rom, Turin und Neapel verteidigt. In Mailand dagegen gab es ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem Bündnis von Ex-Regierungschef Silvio Berlusconi. Prodi äußerte sich am Montag zufrieden: Zwar lägen noch keine endgültigen Ergebnisse vor, «aber die ersten Zahlen scheinen gut zu sein», sagte er in Brüssel.

Die Abstimmung gilt allerdings nur als sehr begrenzter Stimmungstest, da die Regierung Prodi nach den Parlamentswahlen im April erst Mitte Mai ihre Arbeit aufnehmen konnte. Wie das staatliche Fernsehen weiter berichtete, konnte das Berlusconi-Bündnis bei den Regionalwahlen auf Sizilien seine Mehrheit bewahren.

Fast 20 Millionen Italiener waren am Sonntag und Montag zur Stimmabgabe aufgerufen gewesen, mehr als ein Drittel der Wahlberechtigten im ganzen Land. In Rom konnte sich laut Hochrechnungen der beliebte Bürgermeister Walter Veltroni mit rund 57 Prozent der Stimmen behaupten. In Turin kam Bürgermeister Sergio Chiamparino den Angaben zufolge auf über 60 Prozent der Stimmen. In Neapel habe Bürgermeisterin Rosa Russo Iervolino gut 52 Prozent erreicht.

Spannend dagegen war das Rennen in der Finanzmetropole Mailand, wo die Rechtsparteien seit 13 Jahren an der Macht sind. Hier trat die ehemalige Kulturministerin aus dem Kabinett Berlusconi, Letizia Moratti, an und kam den Hochrechnungen zufolge auf rund 50 Prozent. Insgesamt wurde in 1307 Kommunen und elf Provinzen sowie in der Region Sizilien gewählt. Wo es keine absolute Mehrheit für einen Kandidaten gab, sind in zwei Wochen Stichwahlen. (tso/dpa)

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