ITALIEN : Streit um Abzug

Nach dem Tod von sechs italienischen Soldaten in Afghanistan streitet die Regierung in Rom über einen Rückzug der eigenen Truppen vom Hindukusch. Ministerpräsident Silvio Berlusconi sprach sich für einen raschen Abzug aus, nannte jedoch keinen Termin. Berlusconis Koalitionspartner Umberto Bossi von der rechtsföderalistischen Lega Nord setzt konkret darauf, „dass unsere Jungs alle zu Weihnachten zu Hause sind“. Bei einem Attentat waren am Donnerstag 16 Menschen getötet worden, darunter sechs Italiener der Isaf-Schutztruppe. Verteidigungsminister Ignazio La Russa und Außenamtschef Franco Frattini hatten daraufhin betont, die Mission in Afghanistan gehe weiter. Italien könne nicht allein über einen Rückzugstermin entscheiden, machte Berlusconi nach Berichten italienischer Medien vom Freitag deutlich. Es werde eine Übergangsstrategie geben. Die baldige Heimkehr von 500 Soldaten sei aber bereits vorgesehen. dpa

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