• Italiens Opposition will Prodi als Spitzenkandidaten Mitte-Links-Bündnis bereitet sich auf vorzeitige Neuwahlen vor

Politik : Italiens Opposition will Prodi als Spitzenkandidaten Mitte-Links-Bündnis bereitet sich auf vorzeitige Neuwahlen vor

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Rom (dpa/ade). Führende Politiker von Italiens MitteLinks-Lager wollen den EU-Kommissionspräsidenten Romano Prodi als Spitzenkandidaten bei möglichen Neuwahlen. „Prodi ist unser natürlicher Kandidat“, sagte der Chef der Linksdemokraten Pier Fassino der römischen Zeitung „La Repubblica“. Die Linksdemokraten (DS) sind die größte Partei innerhalb des Mitte-Links-Bündnisses. Fassino sagte, die Festlegung auf Prodi gelte auch, wenn im Jahr 2004 gewählt werden sollte. Prodis Amtszeit in Brüssel läuft noch bis zum Herbst 2004, die Wahlen in Italien könnten im Frühjahr nächsten Jahres stattfinden. Fassino verwies darauf, dass zeitgleich auch das Europaparlament gewählt werde, das den Nachfolger für Prodi nominieren müsse. Prodi selbst ließ verlauten, er konzentriere sich „unverändert intensiv“ auf seine Aufgaben in Brüssel.

In Regierungskreisen wird seit Wochen gestreut, dass die Mitte-Rechts-Regierung auf Neuwahlen dringen würde, falls Berlusconi in einem laufenden Prozess wegen Richterbestechung verurteilt werden sollte. Er werde in einem solchen Fall nicht zurücktreten. Prodi war bereits zwischen 1996 und 1998 ein recht erfolgreicher und populärer Ministerpräsident. Seit 1999 führt er die EU-Kommission. Am 25./26. Mai sind in Italien Regionalwahlen, die als Test für die Popularität Berlusconis gelten.

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