Jahrestag der Islamischen Revolution : Iran präsentiert neues Kampfflugzeug

Während die USA bei der Sicherheitskonferenz in München Iran neue Verhandlungen anbieten, präsentiert Staatschef Mahmud Ahmadinedschad daheim einen neuen Kampfjet. Dieser diene ausschließlich Verteidigungszwecken.

Die Präsentation des Jets ist ein Affront gegen die USA und den Westen.
Die Präsentation des Jets ist ein Affront gegen die USA und den Westen.Foto: dpa

Anlässlich des 34. Jahrestags der Islamischen Revolution im Iran hat Staatschef Mahmud Ahmadinedschad ein neues Kampfflugzeug vorgestellt. Die Maschine vom Typ Kaher 313 (Eroberer 313) sei „von iranischen Ingenieuren entworfen und gebaut“ worden und gehöre „zu den modernsten Kampfflugzeugen der Welt“, sagte Ahmadinedschad nach Angaben iranischer Medien während der Zeremonie am Samstag. Der Kampfjet habe bereits „tausende Flugstunden“ absolviert, und seine Piloten seien „sehr zufrieden mit seiner Leistung“. Das Staatsfernsehen zeigte Bilder des Jets in einem Hangar.

Irans Verteidigungsminister Ahmed Wahidi hob Medienberichten zufolge hervor, dass der neue Kampfjet dafür gemacht sei, „alle Anforderungen der iranischen Luftwaffe in einem Luftkrieg zu erfüllen“. Die Maschine sei aus modernen Materialien gefertigt und auf Radarschirmen nur schwer auszumachen. Außerdem könne Kaher 313 auf kurzen Landebahnen landen und sei einfach und schnell zu reparieren.

Ahmadinedschad erklärte, der Kampfjet diene ausschließlich Verteidigungszwecken. Die iranische Armee habe „nicht das Ziel, andere anzugreifen und zu beherrschen, sondern ist rein abschreckend“.

Der Iran nutzt den Jahrestag der Islamischen Revolution regelmäßig, um angeblich spektakuläre militärische oder wissenschaftliche Erfolge zu verkünden, insbesondere seit weitreichende internationale Wirtschaftssanktionen gegen das Land verhängt wurden. Israel erwägt wegen des iranischen Atomprogramms einen Militäreinsatz gegen die Islamische Republik. Der Westen vermutet, dass der Iran heimlich am Bau einer Atombombe arbeitet.

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