Politik : Japan darf weiterhin keine Wale jagen Anträge auf Fangquoten abgelehnt

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Berlin (deh). Japan darf auch weiterhin keinen kommerziellen Walfang betreiben. Das Land scheiterte am Mittwoch mit zwei Anträgen auf eine Fangquote für 150 Brydewale und 150 Zwergwale aus dem Nordpazifik an der Internationalen Walfangkommission (IWC). Beide Anträge wurden mit 27 zu 27 Stimmen abgelehnt. In den Vorjahren hatte Tokio lediglich 50 Zwergwale zur Jagd beantragt, „um notleidende Küstenorte zu unterstützen“, wie die Delegation argumentierte. Unterdessen deckte die Umweltorganisation Environmental Investigation Agency (EIA) auf, dass Fleisch von Zwergwalen, die Japan im Walschutzgebiet rund um die Antarktis im Rahmen seines „WissenschaftsWalfangs“ jagt, auch zu Hundefutter verarbeitet worden ist. „Und dann beantragt Japan höhere Fangquoten“, ärgert sich Niki Entrup von der Walschutzinitiative WDCS. Wegen eines Flugblatts, auf dem Japan beschuldigt wurde, die Stimmen vor allem karibischer Inselstaaten „gekauft“ zu haben, haben sich die Umweltschützer am Abend entschuldigt.

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