Politik : Japan: Regierungskoalition steht

Die Regierungskoalition in Japan will ihre Zusammenarbeit fortsetzen und hat damit den Weg für die Wahl des Reformers Junichiro Koizumi zum neuen Ministerpräsidenten freigemacht. Koizumi, neuer Chef der regierenden Liberaldemokraten (LDP), und die Vorsitzenden der Koalitionspartner Neue Komeito und Neue Konservative vereinbarten am Mittwoch zudem die Umsetzung eines Notpakets, um Japans Banken und den Aktienmarkt zu stützen. Koizumi sollte am Donnerstag vom Parlament zum Ministerpräsidenten gewählt werden. Seine Wahl gilt wegen der Mehrheitsverhältnisse im Parlament als sicher.

Koizumi hat sich zwar für die Fortsetzung der Koalition ausgesprochen, gleichzeitig aber angekündigt, er sei auch offen für die Zusammenarbeit mit anderen Parteien. Die bisherige Koalition hat die Mehrheit in beiden Kammern des Parlaments. Am Dienstag war Koizumi zum neuen Chef seiner Partei gewählt worden. Der frühere LDP-Chef und amtierende Ministerpräsident Yoshiro Mori war wegen heftiger Kritik an seiner Politik und seinem Führungsstil zurückgetreten.

Der neue LDP-Chef besetzte unverzüglich Posten in seiner Partei neu. Koizumi sagte, dabei habe er sein Versprechen eingelöst, die Parteiämter ohne Rücksicht auf die einzelnen Flügel innerhalb der LDP zu vergeben. Neuer Generalsekretär und damit zweiter Mann an der Spitze der LDP wurde Taku Yamasaki. Yamasaki hat damit weitgehende Entscheidungsbefugnis in parteiinternen Fragen und ist für die Kommunikation mit den Koalitionspartnern zuständig. Wirtschaftsminister Taro Aso, der bei der Wahl des LDP-Chefs abgeschlagen auf Platz drei gelandet war, wird neuer LDP-Politikchef.

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