Politik : Jeder vierte Vater geht in Elternzeit

Berlin - Fünf Jahre nach Einführung des Elterngeldes nimmt mehr als jeder vierte Vater zumindest zwei Monate lang den staatlichen Lohnersatz für eine Babypause in Anspruch. Die mit dem Gesetz verbundene Hoffnung auf mehr Geburten wurde allerdings nicht erreicht. Nach einer kurzfristigen Steigerung bewegen sich die Geburtenzahlen wieder auf dem Niveau von 2006, berichtete das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Berlin.

Der Anteil der Väter, die sich mithilfe des Elterngeldes für die Betreuung ihres Kleinkindes einige Monate aus dem Beruf ausklinken, ist von 18 Prozent (2007) kontinuierlich auf 25,3 Prozent (2010) gestiegen, berichtete der Präsident des Statistischen Bundesamtes, RoderichEgeler. Die große Mehrzahl der Väter (76 Prozent) belässt es allerdings bei zwei Monaten. Nur knapp jeder fünfzehnte Vater (6 Prozent) nahm die Leistung für ein Jahr in Anspruch. Ein Elternteil kann Elterngeld für mindestens zwei und maximal zwölf Monate beziehen. Hinzu kommen zwei weitere Monate, wenn Paare sich die Elternzeit teilen. Für die Höhe ist das frühere Einkommen entscheidend. Das vor 2007 nur an bedürftige Mütter ausgezahlte Erziehungsgeld von 300 Euro monatlich wurde dagegen zwei Jahre gewährt.

Egeler zog eine positive Bilanz. Das Ziel, junge Frauen nach der Geburt eines Kindes wieder schneller in den Beruf zu integrieren, sei damit erreicht worden. Zudem gebe das Elterngeld jungen Familien in den ersten Lebensmonaten finanzielle Sicherheit. dpaSTUDIE OECD]

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