Jemen : Anschlag auf Moschee - mehrere Tote

Bei einem Anschlag auf eine Moschee im Nordwesten des Jemen sind am Freitag mindestens sieben Menschen getötet worden. Ob schiitische Rebellen, die gegen die Armee kämpfen, den Anschlag ausgeübt haben, ist noch unklar.

Sanaa32 weitere Personen wurden nach Angaben der Polizei verletzt, als eine Bombe im Eingang einer Moschee in der Stadt Saada explodierte. Einige Augenzeugen berichteten, dass die Explosion von einem Kleinbus vor der Moschee ausging. Andere sprachen von einem mit einem Sprengsatz präparierten Motorrad.

Der Anschlag wurde nach Angaben der Augenzeugen verübt, als die Gläubigen nach dem Freitagsgebet die Moschee verließen. Er habe sich möglicherweise gegen den Imam der Moschee gerichtet, der zugleich auch Armeeoffizier ist. Der Mann sei aber nicht verletzt worden. Unter den Toten waren nach Angaben von Krankenhausärzten aber auch drei Soldaten.

Kämpfe zwischen Armee und Rebellen wieder aufgeflammt

Die Provinz Saada im Nordwesten des arabischen Landes ist Schauplatz eines Aufstands der dort ansässigen schiitischen Minderheit. Die zumeist sunnitischen Armeeangehörigen sind regelmäßig unter den Gläubigen in der Moschee, die sowohl von Sunniten als auch von Schiiten besucht wird. Bei den Kämpfen zwischen aufständischen Schiiten und Regierungstruppen im Nordwesten des Jemen wurden seit 2004 zahlreiche Menschen getötet.

In Sada im Nordwesten des arabischen Landes waren in der vergangenen Woche die Kämpfe zwischen der Armee und schiitischen Rebellen wieder aufgeflammt. Kurz zuvor war eine Friedensinitiative des Golfemirates Katar gescheitert. Am Donnerstag hatten Rebellen der Organisation "Gläubige Jugend" in Haidan nahe Sada vier Soldaten getötet. (imo/dpa/AFP)

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