Jemen : Mehr als fünfzig Tote bei Massenpanik

Bei einer Massenpanik im Jemen sind mehr als fünfzig Menschen ums Leben gekommen. Mehr als hundert weitere Menschen hätten Verletzungen erlitten, als bei einer Wahlkampfrede von Präsident Saleh eine Panik ausbrach.

Sanaa - Obwohl schon mehr als 100.000 Menschen im Stadion der Stadt Ibb versammelt gewesen seien, hätten tausende weitere versucht hineinzudrängen, berichteten Augenzeugen. Im Jemen finden am Mittwoch kommender Woche Präsidentschafts- und Kommunalwahlen statt.

Präsident Ali Abdullah Saleh hatte seine Rede gerade beendet, als Panik ausgebrochen sei, berichteten Augenzeugen. Tausende Menschen vor dem Stadion hätten versucht, sich hineinzudrängen, weil sie gedacht hätten, der Präsident spreche noch. Saleh hat vier Mitbewerber um das höchste Staatsamt; seine Wiederwahl gilt aber als sicher. Ibb ist bei der Wahl die zweitwichtigste Region nach der Hauptstadt Sanaa. In Ibb leben rund 900.000 Wahlberechtigte, die größtenteils der Opposition anhängen. Der 64-jährige Saleh ist seit 1978 im Amt. (tso/AFP)

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