Jerusalem : Zwei Israelis sterben nach Messerattacke

Am zu Weihnachten besonders belebten Jaffa-Tor in Jerusalems haben zwei Palästinenser Passanten angegriffen. Derweil hat Israel ein Terror-Netzwerk der Hamas aufgedeckt.

Helfer bringen die Leiche eines der beiden palästinensischen Angreifers fort.
Helfer bringen die Leiche eines der beiden palästinensischen Angreifers fort.Foto: Gali Tibbon/AFP

Zwei palästinensische Attentäter haben in Jerusalem auf Passanten eingestochen und dabei einen von ihnen tödlich verletzt. Die Angreifer wurden von der Polizei erschossen. Ein weiterer israelischer Passant wurde offenbar von einem Querschläger getötet, wie die Polizei am Mittwoch berichtete.

Der Vorfall ereignete sich am Jaffa-Tor, das in Jerusalems Altstadt führt. Dort halten sich in diesen Tagen wegen des Weihnachtsfests besonders viele Bürger und Touristen auf. Die beiden niedergestochenen Israelis kamen mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus, wo einer von ihnen starb. Der andere wurde intensiv-medizinisch betreut. Bei den Palästinensern handelte es sich der Polizei zufolge um zwei 20 und 21 Jahre alte Männer aus dem Flüchtlingslager Kalandija im besetzten Westjordanland. Bei einer Gewaltwelle seit Anfang Oktober sind 18 Israelis und 129 Palästinenser getötet worden.

Unabhängig von dem aktuellen Vorfall haben Israels Sicherheitskräfte in den vergangenen Wochen in der Nähe von Jerusalem ein Terror-Netzwerk von Mitgliedern der Hamas aufgebracht, wie die Armee am Mittwoch mitteilte. Sie hätten Selbstmord- und Bombenanschläge in Israel geplant. Bisher seien 25 mutmaßliche Mitglieder festgenommen worden, viele davon Universitätsstudenten.

Der Ring sei in der Region von Abu Dis aktiv gewesen, habe aber unter dem Kommando der Hamas in Gaza gestanden. Diese habe den 24-jährigen Leiter der Gruppierung rekrutiert. Er sei in der Herstellung von Bomben und Sprengstoff-Gürteln unterwiesen worden. In Abu Dis sei ein Sprengstoff-Labor gefunden worden. Die Mitglieder des Rings seien von der Hamas rekrutiert worden, um eine "militärische Infrastruktur für Bombenangriffe" zu bilden. (dpa, AFP)

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