Politik : Jesuit aus dem Ruhrpott

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Friedhelm Hengsbach (66) ist gebürtiger Dortmunder und geprägt vom Ruhrmilieu. Er ist einer der führenden Vertreter der christlichen Soziallehre in Deutschland. Als 20Jähriger trat er dem Jesuitenorden bei und studierte in München, Frankfurt und Bochum Philosophie, Theologie und Wirtschaftswissenschaften. Seit 1985 ist der Autor zahlreicher Bücher in Frankfurt am Main Professor für Christliche Sozialwissenschaft an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen. Seit 1992 ist er Leiter des dortigen Oswald von Nell-Breuning-Instituts für Wirtschafts- und Gesellschaftsethik. Hauptarbeitsgebiet des Ordensmannes sind die Wirtschaftsethik und der Umbau der der Arbeitsgesellschaft. Er war Mitglied der Zukunftskommission „Wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, sozialer Zusammenhalt, ökologische Nachhaltigkeit“ der Friedrich-Ebert-Stiftung. Das Sozialwort der Kirchen von 1997 hat er in zahlreichen Publikationen kritisch begleitet. Er kritisiert, dass vor allem die katholische Kirchenleitung inzwischen versucht, von den damaligen Aussagen abzurücken. Wegen seines Engagements für Arbeitslose erhielt Hengsbach 1998 den Gustav-Heinemann-Preis der SPD. M.G.

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