Politik : Jetzt sollen Rehmer und Jeremies spielen

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Vor dem Achtelfinale gegen Paraguay haben die deutschen Fußballer eine Diskussion über das Spielsystem angezettelt. Mittelfeldspieler Jens Jeremies, der am Samstag erstmals (8 Uhr 30 MESZ) von Beginn an auflaufen wird, sprach für die gesamte Mannschaft: „Wir sind uns alle einig, dass in der Abwehr die Viererkette ein gutes System ist.“ Teamchef Rudi Völler und sein Assistent Michael Skibbe haben jedoch wenige Lust auf Demokratie. „Taktische Dinge werden ausschließlich im Trainerstab besprochen und entschieden“, machte Skibbe klar. Bahnt sich da größerer Ärger an?

Vielleicht. Eins ist jedenfalls klar: Die Mannschaft bevorzugt das Spielsystem, mit dem sie in der zweiten Halbzeit gegen Kamerun erfolgreich war. Nach dem frühen Platzverweis für Abwehrchef Carsten Ramelow spielte das Team plötzlich defensiver – und sicherer. Nun soll dieses Konzept auch die schnellen Stürmer aus Paraguay – Roque Santa Cruz und Nelson Cuevas – aufhalten. Dafür sprechen zwei weitere Gründe. Erstens: das schwülwarme Wetter mit fast 80 Prozent Luftfeuchtigkeit im Spielort Seogwipo. Zweitens: die Ausfälle der gesperrten Ramelow, Dietmar Hamann und Christian Ziege. Dieser Umstand immerhin eröffnet dem Berliner Verteidiger Marko Rehmer die Chance für seinen ersten WM-Einsatz.

Die deutschen Trainer tüfteln weiter. Auch sie wollen nur eines: Weiterkommen. Völler sagt: „Wir haben Blut geleckt.“ Tsp

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