Politik : Jolo: Ewiger Vermittler: Werner Mauss

Drei Jahrzehnte galt er als "Mann ohne Gesicht". Im Zusammenhang mit mehreren spektakulären Kriminalfällen und Geheimdienstoperationen tauchte der Name des geheimnisumwitterten Privatagenten Werner Mauss immer wieder auf. Bis 1997 existierten nur unscharfe Fotos. Für die Bundesregierung wurde er "als Helfer in vielen Fällen" (Schmidbauer) aktiv. Wo der Bundesnachrichtendienst in Kolumbien nicht weiterkam, sprang Mauss ein. Diese Episode endete erst mit seiner Festnahme 1996, als er eine in Kolumbien entführte Deutsche außer Landes bringen wollte. Damals musste er sein wichtigstes Geschäftsgeheimnis preisgeben: seine Tarnung. Der heute 60-Jährige sorgte politisch schon früher für Wirbel; in Niedersachsen beschäftigten sich zwei Untersuchungsausschüsse mit Affären, in denen er eine wichtige Rolle spielte.

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