• Joschka Fischer in China: Der deutsche Außenminister verspricht Schanghai Hilfe für Transrapid

Politik : Joschka Fischer in China: Der deutsche Außenminister verspricht Schanghai Hilfe für Transrapid

Außenminister Joschka Fischer hat dem Bau der Magnetschnellbahn Transrapid in Schanghai die volle Unterstützung der Bundesregierung zugesagt. Deutschland wolle zur Realisierung des Projektes alles beitragen, was beizutragen ist, sagte Fischer am Mittwoch in Schanghai zum Abschluss seines ersten Besuchs in China. Die Verhandlungen stünden kurz vor dem Abschluss.

Fischer hatte zuvor bei einem Treffen mit Ministerpräsident Zhu Rongji im nahe gelegenen Hangzhou über den Bau dieser ersten kommerziellen Strecke des Transrapids gesprochen. Konkrete Angaben über eine mögliche Finanzhilfe der Bundesregierung machte Fischer allerdings nicht. Zunächst müssten "belastbare Zahlen" vorgelegt werden. Die Vorstellungen der chinesischen und der deutschen Seite gingen auch noch auseinander, sagte Fischer, der am Abend zurückreiste, um am Donnerstag beim Nato-Rat in Brüssel zu sein.

Zhu Rongji erläuterte, China wolle die Transrapid-Technologie auf der Demonstrationsstrecke zum Flughafen in Schanghai testen. Für die auch ins Auge gefasste 1300 Kilometer lange Schnellbahnverbindung zwischen Schanghai und Peking sei aber "noch offen, ob es Rad oder Magnettechnik wird", zitierten ihn Delegationskreise.

Über deren Bau soll Anfang 2003 entschieden werden, wenn die 35 Kilometer lange Strecke zum Flughafen in Betrieb genommen werden soll. Mit einem Abschluss der Verhandlungen in Schanghai wird laut Industriekreisen möglicherweise am Wochenende gerechnet. Eine Sprecherin des Finanzministeriums in Berlin hatte am Vortag gesagt, erst müssten diese Verhandlungen vorangetrieben werden, bevor eine Entscheidung über Zinsverbilligungshilfen getroffen werde. An dem Treffen nahm auch der Bürgermeister von Schanghai teil, der das Projekt maßgeblich vorantreibt.

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