Jugend & Politik : SPD entdeckt das Wahlrecht ab 16 Jahren

Wählen schon mit 16 Jahren: Die SPD-Jugendexperten Caren Marks und Sönke Rix wollen eine Herabsetzung des Wahlalters prüfen lassen. Bei den Grünen stößt dies auf Erstaunen - hatte doch die SPD ähnliche Forderungen bisher vehement abgelehnt.

Berlin Ein Vorstoß der SPD zur Herabsetzung des Wahlalters auf 16 Jahre auch bei Bundestagswahlen ist bei den Grünen auf Verwunderung gestoßen. Im zuständigen Familienausschuss habe die SPD am Mittwoch den Grünen-Antrag auf Senkung des Wahlalters abgelehnt, erklärte ihr jugendpolitischer Sprecher Kai Gehring. Auch bei der Einbringung eines solchen Vorstoßes im Bundestag habe die SPD gemeinsam mit Union und FDP dieser Forderung vehement widersprochen. Der Vorgang zeige die ganze "Orientierungslosigkeit" der SPD in der Jugendpolitik, sagte der Grünen-Abgeordnete.

Die beiden für Jugendpolitik zuständigen SPD-Abgeordneten Caren Marks und Sönke Rix hatten zuvor in Berlin erklärt, eine Herabsetzung des Wahlalters müsse geprüft werden. Auf kommunaler Ebene gebe es bereits gute Erfahrungen mit dem aktiven Wahlrecht vom 16. Lebensjahr an. Jugendliche seien in diesem Alter in der Lage, sich eine umfassende politische Meinung zu bilden. Bislang gilt bei Bundestagswahlen ein Wahlalter von 18 Jahren. (ae/dpa)

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