Jugendhaus-Abriss : Wieder schwere Krawalle in Kopenhagen

Jugendliche haben sich in der Nacht in Kopenhagen heftige Straßenkämpfe mit der Polizei geliefert. Hintergrund ist der Abriss eines in den 80er Jahren besetzten Jugendhauses.

Mehrere hundert Randalierer warfen im Stadtteil Nørrebro Schaufensterscheiben von Geschäften ein und setzten Straßenbarrikaden in Brand. Ein Brandsatz explodierte in einem Polizeiauto. Die Sicherheitskräfte setzten Tränengas ein. Nach Polizeiangaben wurden 40 Demonstranten aus der Autonomen-Szene festgenommen. Der Protest richtete sich gegen den Abriss eines Jugendhauses.

Anfang des Jahres hatte die Polizei das in den 1980er Jahren besetzte "Jugendhaus" ("Ungdomshus") in Nørrebro geräumt, das danach abgerissen wurde. Nach der Räumung durch Antiterrorspezialisten hatte es mehrere Nächte hintereinander massive Krawalle mit zahlreichen Festnahmen und Verletzten gegeben. (mit dpa)

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