Politik : Juncker nach 18 Jahren nicht mehr Premier?

Luxemburg - In Luxemburg sind die Weichen für eine Drei-Parteien-Koalition ohne den langjährigen Premierminister Jean-Claude Juncker (58) gestellt: Die Sozialdemokraten LSAP, die liberale Demokratische Partei DP – in Luxemburg auch die Blauen genannt – und die Grünen haben sich am Montag darauf geeinigt, Koalitionsgespräche aufzunehmen.

„Wir haben eine einmalige Gelegenheit, dem Land einen Neuanfang zu geben“, sagte der LSAP-Spitzenkandidat Etienne Schneider. Die rot-blau-grüne „Gambia“-Koalition käme im 60 Plätze zählenden Parlament auf 32 Sitze. Dies würde das Ende der gut 18-jährigen Regierungszeit von Juncker bedeuten. Aus der Wahl am Sonntag war Junckers Christlich-Soziale Volkspartei (CSV) mit 33,68 Prozent der Stimmen zwar als stärkste Partei hervorgegangen, hatte aber gut vier Prozentpunkte gegenüber der letzten Wahl eingebüßt. Der Vorsitzende der Demokratischen Partei, Xavier Bettel, sagte am Montagabend: „Der Stillstand, den wir zuletzt hatten, muss aufhören.“ Es gebe die Chance, Luxemburg zu modernisieren. Félix Braz von den Grünen sagte, seine Partei gehe optimistisch in die Verhandlungen. dpa

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