Politik : Jung führt die Liste der Hessen-CDU an

Christoph Schmidt Lunau

Hofheim - Der CDU-Fraktionschef im Wiesbadener Landtag, Franz Josef Jung, ist Spitzenkandidat der hessischen CDU zur Bundestagswahl. Er erhielt am Samstag auf dem Landesparteitag in Hofheim 313 von 341 abgegebenen Stimmen. Dies entspricht einer Zustimmung von 91,8 Prozent. Auf Platz zwei der Landesliste kandidiert der frühere Forschungsminister Heinz Riesenhuber vor der Vertriebenenpräsidentin Erika Steinbach.

Jungs Ergebnis gilt als eher bescheiden; andere mussten für ihn Platz machen. Er soll aber nur nach Berlin wechseln, wenn sich für ihn ein Platz „in der ersten Reihe“ finden sollte, sagte Ministerpräsident Roland Koch, der seine Partei auf einen schwierigen Wahlkampf einstimmte. Zu seinen Ambitionen erklärte Koch, er habe Angela Merkel um Verständnis dafür gebeten, dass er sein Amt in Hessen nicht als Zwischenstation ansehe.

Das Wahlprogramm der CDU nannte er ehrlich und gut. Die Union verspreche Unbequemlichkeiten, um das Land zu sanieren. Koch bekannte sich zur Mehrwertsteuererhöhung, die er als „Krisenprämie“ bezeichnete. Sie sei die mindeste Voraussetzung, um Handlungsfähigkeit zurückzugewinnen. Mit Ideologie und Bürokratie habe Rot-Grün die Wettbewerbsfähigkeit aufs Spiel gesetzt. Die CDU setze auf Wachstum und Arbeitsplätze, „damit wir wieder genug Geld verdienen, mit dem die sozialen Systeme bezahlt werden können, und nicht den Kindern in Rechnung gestellt werden“.

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