Kabinett : Schavan: 1,5 Millionen Jobs durch Hightech-Strategie

Bundesforschungsministerin Annette Schavan erwartet durch den Kabinetts-Beschluss für eine Hightech-Strategie einen massiven Zuwachs an neuen Arbeitsplätzen.

Berlin - Voraussetzung dafür seien die konsequente Umsetzung der Forschungsstrategie und eine entsprechende Beteiligung der Arbeitgeber, sagte Schavan (CDU). Im "Land der Ideen" müssten Ideen zünden und Spitzenleistungen in der Forschung rasch zu Produkten werden. Der Bund will dem am Dienstag vom Bundeskabinett beschlossenen Programm zufolge bis zum Jahr 2009 insgesamt 14,6 Milliarden Euro für Hightech investieren.

Laut Bundesforschungsministerium wurde erstmals systematisch über die Ressortgrenzen hinweg eine einheitliche nationale Strategie entwickelt, mit der Deutschland einen europa- und weltweiten Spitzenplatz in den Zukunftsmärkten erreichen soll. "Alle Politikbereiche in Forschung und Entwicklung werden auf dieses Ziel ausgerichtet", erklärte Schavan. Die Regierung schaffe die Rahmenbedingungen "für mehr Freiheit, Wagemut und Umsetzungskraft." Die Strategie setzt vor allem auf eine starke Verbindung zwischen Wissenschaft und Wirtschaft.

Mit dem neuen Programm kommt Deutschland nach Ansicht Schavans auch einen "großen Schritt" dem Ziel näher, bis 2010 den Anteil von Forschung und Entwicklung am Bruttoinlandsprodukt (BIP) auf drei Prozent zu heben. Die Bundesforschungsministerin forderte Länder und Wirtschaft auf, nun ihren Teil dazu beizutragen.

Die Hightech-Strategie beinhaltet insgesamt fünf Querschnittsbereiche: Dazu zählen neben der engen Kooperation zwischen Wissenschaft und Wirtschaft die Steigerung des privaten Innovationsengagements, eine gezielte Verbreitung von Spitzentechnologien, eine Internationalisierung von Forschung und Entwicklung sowie Talentförderung. Daneben wurden 17 Innovationsfelder wie Sicherheitsforschung, Gesundheitsforschung oder Medizintechnik definiert. (tso/ddp)

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