Kabinett : Solarien-Verbot: Jugendliche müssen draußen bleiben

Kinder und Jugendliche, die regelmäßig ins Sonnenstudio gehen, tragen ein deutlich höheres Risiko einer Hautkrebserkrankung. Nach einem Kabinettsbeschluss ist Minderjährigen der Besuch von Solarien deshalb künftig verboten.

Solarium
Strahlende Gefahr. Jugendliche unter 18 Jahren dürfen künftig nicht mehr ins Solarium. -Foto: dpa

Berlin Für Minderjährige gilt künftig ein Besuchsverbot für Solarien. Das geht aus einem am Mittwoch vom Bundeskabinett beschlossenen Gesetzentwurf zum Strahlenschutz hervor. "Die Benutzung von Anlagen zur Bestrahlung der Haut mit künstlicher ultravioletter Strahlung in Sonnenstudios, ähnlichen Einrichtungen oder sonst öffentlich zugänglichen Räumen darf Minderjährigen nicht gestattet werden", heißt es in dem Entwurf.

Für Kinder und Jugendliche, die regelmäßig ins Sonnenstudio gehen, erhöhe die künstliche UV-Strahlung das Risiko einer Hautkrebserkrankung erheblich, begründete das Ministerium das geplante Nutzungsverbot. Bei Missachtung droht den Betreibern von Solarien ein Bußgeld bis zu 50.000 Euro. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) begrüßte die Pläne und sprach von einem guten Tag für den Strahlen- und Verbraucherschutz. BfS-Präsident Wolfram König betonte: "Die Haut vergisst nichts, gerade Kinder und Jugendliche müssen besonders geschützt werden."

Nach Angaben des Amtes gibt es bundesweit rund 5000 Sonnenstudios. Von den schätzungsweise 14 Millionen Solarienbenutzern hätten mehr als drei Millionen im Alter von 10 bis 17 Jahren mit dem künstlichen Bräunen begonnen. Mehr als 140.000 Menschen erkranken laut BfS pro Jahr an Hautkrebs. (küs/dpa)

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