Politik : Kabinettstückchen

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Die Verwirrung über angebliche Debatten im Bundes-Kabinett über die allzu mächtige jüdische Lobby in den USA als Grund für Präsident Bushs harte Irak-Politik hält an. Am Donnerstag hatte die US-Presse von entsprechenden Äußerungen Rudolf Scharpings berichtet. Regierungssprecher Heye sagte: „Bei keiner Kabinettssitzung, an der ich teilgenommen habe, und ich habe an allen teilgenommen, ist eine solche These in derartiger Weise behandelt worden.“ Dem US-Bericht zufolge hat Scharping am 27. August in Hamburg gesagt, er habe dem Kabinett dargelegt, dass die „mächtige, vielleicht zu mächtige jüdische Lobby“ in den USA der Grund für Bushs aggressive Irak-Politik sei. Die Aussagen von „New York Times“-Leitartikler William Safire wurden dem Tagesspiegel von mehreren Veranstaltungsteilnehmern bestätigt. Scharping habe zudem berichtet, Kabinettskollegen hätten seine Ausführungen mit Interesse aufgenommen. Scharping sagte dem Tagesspiegel, Safires Behauptungen seien „frei erfunden und eine böswillige Unterstellung“. Einen entsprechenden Brief habe er der „New York Times“ geschrieben. rvr

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