Politik : Kabul bittet für Südafghanistan um Hilfe – Bundeswehr lehnt ab

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Berlin/Kabul - Die Bundeswehr will sich nicht stärker in den Afghanistan- Konflikt verwickeln lassen und sagt deshalb Nein zur Entsendung deutscher Militärausbilder in den umkämpften Süden. Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) lehnte eine solche Anforderung der Regierung in Kabul ab. Jungs Sprecher sagte am Freitag, dies wäre keine Nothilfe und damit nicht mehr gedeckt vom Bundestagsmandat für die Beteiligung an der internationalen Schutztruppe Isaf. Zuvor hatte er einen ZDF-Bericht bestätigt, nach dem Kabul einen Eilantrag gestellt hat, 19 deutsche Militärausbilder mit einem afghanischen Bataillon von Kundus im Norden nach Kandahar in den umkämpften Süden zu schicken. Bei Gefechten starb dort am Freitag ein Isaf-Soldat.

Pakistans Präsident Pervez Musharraf und Afghanistans Präsident Hamid Karsai wollen an einer Konferenz regionaler Stämme teilnehmen. Pakistans Innenminister sagte, beide Seiten wollten so gegenseitige Schuldzuschreibungen beenden, welches Land für das Erstarken der Taliban verantwortlich sei. Eine Konferenz dieser Art gab es bisher nicht. dpa/AFP

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