Kämpfe in der Ukraine : Schweizer Rotkreuz-Mitarbeiter in Donezk getötet

Erstmals seit dem Inkrafttreten der Waffenruhe ist das Zentrum von Donezk wieder bombardiert worden. Dabei wurde ein Schweizer Mitarbeiter des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz getötet.

Vor dem IKRK-Gebäude im Zentrum von Donezk ist ein Mitarbeiter des Roten Kreuzes getötet worden. Foto: Reuters
Vor dem IKRK-Gebäude im Zentrum von Donezk ist ein Mitarbeiter des Roten Kreuzes getötet worden.Foto: Reuters

Beim Beschuss der Rebellenhochburg Donezk in der Ostukraine ist nach Angaben von Rettungskräften am Donnerstag ein Schweizer Mitarbeiter des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) getötet worden. Reporter der Nachrichtenagentur AFP sahen den Toten mit dem Gesicht zur Erde vor dem IKRK-Gebäude im Zentrum der Großstadt. Das IKRK bestätigte von seinem Sitz in Genf aus über den Twitter-Kurznachrichtendienst, dass es in seinem Büro in Donezk einen "tragischen Vorfall" gegeben habe. Das Donezker Stadtzentrum wurde am Donnerstag erstmals seit Inkrafttreten der Waffenruhe zwischen Rebellen und ukrainischen Truppen vor vier Wochen wieder bombardiert. AFP-Reporter berichteten von starken Explosionen. Fensterscheiben im IKRK-Gebäude und umliegenden Häusern gingen zu Bruch.

Nach Angaben der prorussischen Verwaltung der Großstadt wurde unter anderem ein Einkaufszentrum getroffen. Eine weitere Granate sei in ein Busdepot eingeschlagen, aber nicht explodiert, hieß es. Der öffentliche Personennahverkehr wurde ausgesetzt. Von russischen Nachrichtenagenturen zitierte Rebellen machten die ukrainische Armee für den Beschuss verantwortlich. (AFP)

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