Kämpfe nördlich von Aleppo : IS greift Anti-Assad-Rebellen in Syrien an

Die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) hat eine Offensive gegen die Anti-Assad-Rebellen der Freien Syrischen Armee begonnen, obwohl der IS ebenfalls gegen Assad kämpft.

Ein Kämpfer der Freien Syrischen Armee feuert eine Panzerfaust ab.
Ein Kämpfer der Freien Syrischen Armee feuert eine Panzerfaust ab.Foto: REUTERS

Die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) hat eine neue Offensive gegen syrische Rebellengruppen nördlich von Aleppo begonnen. Nach Angaben des IS und der oppositionsnahen Syrischen Beobachterstelle für Menschenrechte wurden bei Gefechten und Selbstmordanschlägen in der Stadt Marea Dutzende Kämpfer auf beiden Seiten getötet.

Ein Kommandeur der sogenannten Freien Syrischen Armee sprach am Dienstag von den heftigsten Angriffen des IS in der syrischen Region seit Monaten. Marea liegt rund 20 Kilometer von der türkischen Grenze entfernt in dem Gebiet, aus dem die Türkei und die USA den IS vertreiben wollen, um dort eine Pufferzone zu errichten. Die Türkei will syrische Bürgerkriegsflüchtlinge dazu bewegen, dorthin zurückzukehren.

Nach Angaben der Beobachtergruppe starben mindestens 25 syrische Rebellen und acht IS-Kämpfer. In einer Erklärung des IS heißt es, etwa 50 Mitglieder einer Miliz von Abtrünnigen sei bei dem Angriff auf Marea getötet worden. Die radikale Sunnitengruppe bezeichnet Andersgläubige und auch Schiiten als Abtrünnige.

Erst am Montag hatte die mit der Al-Kaida verbündete Rebellengruppe Nusra-Front angekündigt, sich aus den Kämpfen gegen den IS nördlich der syrischen Stadt Aleppo zurückzuziehen. (Reuters)

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