Kampf gegen Huthi-Rebellen : Dutzende Tote bei Luftangriffen im Jemen

Mit Kampfjets attackiert Saudi-Arabien Stellungen der schiitischen Huthi-Rebellen im Jemen. Laut Human Rights Watch gab es dabei bereits Dutzende Tote - darunter auch Frauen und Kinder.

In der jemenitischen Hauptstadt Sanaa sollen bei den Luftangriffen der Saudis bis zu 34 Menschen gestorben sein.
In der jemenitischen Hauptstadt Sanaa sollen bei den Luftangriffen der Saudis bis zu 34 Menschen gestorben sein.Foto: dpa

Die Luftangriffe einer von Saudi-Arabien angeführten Koalition haben im Jemen bereits Dutzende Todesopfer gefordert. Allein in der Hauptstadt Sanaa seien bis zu 34 Menschen gestorben, teilte die Menschenrechtsorganisaton Human Rights Watch (HRW) am Samstag mit. Elf Tote seien bereits identifiziert worden, unter ihnen zwei Frauen und zwei Kinder.

Die von Saudi-Arabien geführte Koalition arabischer Staaten hatte in der Nacht zum Donnerstag mit den Luftangriffen gegen Stellungen der schiitischen Huthi-Rebellen begonnen, um deren weiteren Vormarsch zu stoppen. Kampfflugzeuge griffen nach Angaben des Militärkommandos allein am Freitag 15 Ziele im Nord- und Südjemen an.

Arabische Liga berät über die Krise im Jemen

Die Staats- und Regierungschefs der Arabischen Liga wollen sich am Samstag im ägyptischen Scharm el-Scheich mit der Jemen-Krise befassen. Saudi-Arabien bemüht sich um eine Resolution, die ein militärisches Eingreifen gegen die Huthis unterstützt.

Die Huthis haben in den vergangenen Monaten große Teile des Landes und die Hauptstadt Sanaa unter ihre Kontrolle gebracht. In dieser Woche stießen sie bis in die südjemenitische Hafenstadt Aden vor. Daraufhin bat die rechtmäßige Regierung arabische Nachbarländer, in den Konflikt einzugreifen. Die arabische Allianz wird logistisch von den USA unterstützt. Auch die Bundesregierung hält die Luftangriffe im Jemen für vereinbar mit dem Völkerrecht. (dpa)

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